Löwenzahn-Blüten-Gelee

Der Löwenzahn blüht kräftig und schön. Leckermäuler wie meinereiner schlagen jetzt zu, begeben sich auf die Knie oder in die Hocke und pflücken die Blütenköpfe “was das Zeug hält”.

aus aktuellem Anlass 😉

Gestern habe ich ein Glas meines neuen Löwenzahnblütengelees ( zusammen mit einem Erdbeer-Minze Konfitüre- auch lecker ! ) verschenkt. Da eine Gruppe von “Anwesenden” dies nicht kannten und die Beschenkte auch neugirig war: schwupp wurde frisches Brot geholt und der Gelee verkostet.

Es hat geschmeckt 🙂 Eine tolle Aktion

Nach dem Rezept gefragt, hab ich diese Seite benannt und stelle deshalb das Basis-Rezept hier ein

Verarbeitet habe ich sie mit Wasser, etwas Zitronen- und Apfelsaft und hab sie 24 Stunden stehen lassen. Ab in den Mixer, im Sieb austropfen lassen und mit 2:1 Gelierzucker fertigstellen.

Das Ursprungsrezept ist hier:

Auf der Suche nach mehr?? Weitere Löwenzahn bzw. Kräuterrezepte findet Ihr auch bei mir.

Gerne die Lupe nutzen 😉

Apfelessig selber machen – Kaum Arbeit aber großer Geschmack

Apfelessig ist ja nun ein Ergebniss der Essigsäuregärung und braucht Sauerstoff.

Anders als beim Fermentieren mit der Milchsäuregärung.

Apfelessig ist toll und deshalb hier das Rezept :

ein großes sauberes Gefäß — zu 2/3 mit Apfelstücken oder den Resten von Äpfeln füllen — 1 EL Zucker dazugeben ( als Starter – geht auch ohne) — mit Wasser auffüllen — mit einem Tuch abdecken ( gegen die kleinen fliegenden Mitbewohner) — und warm/sonnig aufstellen

ab und zu schwenken oder umrühren, damit sich an den oben schwimmenden Stücken kein Schimmel bildet ( die Apfelstücke können auch mit einem aufliegenden Teller versenkt werden)

durch die einsetzende Gärung entsteht Schaum – das ist ok — bald entsteht ein leichter Essiggeruch und dann sinken die Stücke zu Boden — dann durch ein Tuch absieben und in einem sauberen Gefäß wieder mit Tuch abgedeckt offen weiter vergären lassen — nach 5-6 Wochen durch ein feines Tuch in Flaschen füllen und verschlossen verwahren — Fertig.

Hilfe, ich habe Schlieren im Essigansatz…….. nicht schlimm !!!!🙂

Während der Essigsäuregärung bilden sich Schlieren, die sich zu einem Weingummigelee-ähnlichen Stück verbinden können. Das ist die Essigmutter. Voller positiver Inhaltsstoffe. Wenn der Essig reif ist und umgefüllt wird kann sie als Starter für einen neuen Ansatz genutzt werden. Eine feine Sache.

Einfach und einfach gut.

Keine Apfelreste zur Verfügung? Es funktioniert auch mit Direksaft aus Äpfeln.

Viel Erfolg

Grünkohlessen auf neuen Wegen – fermentiert nach Kimchi-Art

Grünkohl einmal neu gedacht

Ja, ich mag den Kohl aus dem großen Topf. Lange gekocht und mit wenig guten Inhaltsstoffen, aber traditionell und einmal im Jahr ist er dann auch lecker. Besonders wenn´s draußen stürmt, es kalt ist und vorher in einer großen Gruppe eine ordentliche Kohltour gemacht wurde.

Für weitere Mahlzeiten wollte ich das ballststoffreiche Gemüse mal ganz frisch auf den Tisch bringen. Damit es sich auch etwas hält und unsere Vorräte bereichert mußte es fermentiert werden. In Anlehnung an die Zubereitung eines Kimchi habe ich diesmal das Ferment so zusammen gestellt. https://gutlebenlernen.de/salat-nach-kimchi-art-fermentiert/

  • Spitzkohl
  • Grünkohl
  • Zwiebel
  • Thymianzweige
  • Lorbeerblätter
  • Pfefferkörner
  • Wacholderbeeren
  • Pimentkörner
  • Ingwer Stücke
  • Kurkumapulver
  • Noriblatt

Diese Mischung habe ich am 5.2. angesetzt und schon 10 Tage später wurde sie verkostet. Echt lecker.

Am 7.3. findet die nächste Verkostung statt. Mal sehen/ schmecken wie es sich entwickelt.

Lust auf selbermachen??

Eine Veranstaltung mit Verkostung und Workshop findet am 16.4. statt

Wer ” nur” einmal Informationen zum Thema und eine kleine Verkostung nutzen möchte, ist herzlich eingeladen am 7.3. teilzunehmen

Veranstaltung in der “Apotheker Villa” in 26655 Westerstede, Gaststr 4 .

Anmeldung bei: S. Exner – 04488 55 710 oder leitung@apothekervilla.de

Kurkuma-Ingwer -Bug

Dieses Ferment bringt Säfte zum Britzeln

Um Getränke britzelig zu machen, greifen die Industrie und auch einige Haushalte darauf zurück Kohlensäure durch Druck einzubringen. “Britzelbläschen” entwicklen sich aber auch auf natürlichem Weg. Wir erstellen einen “Bug”. Dieser bewirkt – ähnlich wie der Sauerteig beim Brotbacken- dass ein Getränk Kohlensäure durch Fermentation entwickelt.

Kurkuma-Ingwer-Bug für fermentierte Säfte

Autor: Heike Gerdes – gutlebenlernen.de

Kochutensilien

  • 1 Paar Handschuhe

Zutaten

  • 110 Gramm Kurkuma
  • 150 Gramm Ingwer
  • 10 Stück Schwarze Pfefferkörner
  • 200 Gramm Roher Honig flüssig
  • 2 EL Wasser

Anleitungen

  • Kurkuma und Ingwer abspülen, ggf. bürsten und – abtrocknen
  • Beides fein hacken, reiben oder hobeln – dabei bitte Handschuhe tragen, da Kurkuma sehr stark färbt
  • alle Zutaten in ein Glas füllen
  • Täglich das Glas durchrühren oder umschwenken
  • gerne auch jetzt schon naschen – z.B. in den Joghurt geben
  • Bläschenbildung zeigt an, dass dieses Ferment aktiv geworden ist
  • nun können wir damit Getränke fermentieren

Wichtige Kombination:

Schwarzer Pfeffer sollte immer zu Kurkuma dazu gegeben werden, da er die Verfügbarkeit des Curcumins erhöht.

Orangen-Saft fermentiert mit Kurkuma-Ingwer-Bug

Autor: Heike Gerdes – gutlebenlernen.de

Zutaten

  • 8 Stück Saftorangen alternativ 800ml Direktsaft
  • 200 ml Wasser
  • 2 EL Kurkuma-Ingwer-Bug

Anleitungen

  • alle Zutaten in ein Gefäß geben
  • mit einem Tuch oder Küchenpapier abdecken
  • bei Raumtemperatur aufstellen
  • immer mal wieder umrühren / 2-3 mal am Tag
  • nach ca. 24 Std. beginnt die Bläschenbildung – das Getränk beginnt zu fermentieren
  • nach ca. 36 Std. ist das Fruchtfleisch aufgetrieben
  • jetzt durchsieben und in einer verschlossenen Glasflasche in den Kühlschrank stellen für ca. 12 Std
  • fertig – gut gekühlt trinken

Gut zu wissen:

Es wird in diesem Ferment Wasser dazu gegeben, da in reinem Orangensaft für den Kurkuma-Ingwer-Bug der Säuregehalt zu hoch wäre. Eine Fermentation käme dann schwer oder garnicht in Gang.

Möhren für Herbst und Winter haltbar machen

Möhren lassen sich gut lagern. Durch Fermentation werden sie aber wertiger, geschmackvoller und durch Zugabe von Orange und Ingwer stärken wir uns gegen den Winterblues.

Orangen-Möhren mit Ingwer

Autor: Heike Gerdes – gutlebenlernen.de

Zutaten

  • 750 Gramm Möhren – geraspelt
  • 3 cm Ingwer – gehobelt
  • 2 Stück Orangen – entsaftet bei Bio die Schale dünn schälen und mit verarbeiten
  • 2 Stück Lorbeerblätter
  • 2% Salz ( gerechnet zum Gesamtgewicht) grobes Meersalz ohne Rieselhilfen

Anleitungen

  • Möhren, Ingwer und Orangensaft zusammen kneten bis eigene Lake gebildet wird
  • sind die Möhren schon gelagert, sind sie trockener
  • dann bitte etwas stehen lassen / ggf. über Nacht, damit sich Lake bilden kann
  • Lorbeer-Blätter und die Orangenschale unten in das Fermentierglas legen
  • das Gemüse stramm einfüllen, so dass möglichst wenig Lufteinschlüsse bleiben
  • das Gemüse so einpressen, dass es komplett unter der Lake liegt
  • das Gemüse beschwerden, damit es nicht aufschwimmt, wenn die Aktivität beginnt
  • das Glas verschließen, auf einen Teller bei Seite stellen
  • nach Ende der Aktivität (ca. 3 Wochen, je nach Größe der Stücke) kühl lagern
  • wenn es nicht schon verspeist ist 😉

Möhren fermentieren

Einen fertigen Salat im Vorrat zu haben, kann den Alltag sehr erleichtern. Nach einem vollen Vormittag zum kleinen Mittagessen oder nach einem langen Arbeitstag zu einem entspannten Abendessen hilft ein fertiges Ferment sehr schnell zu einem lecker Salat.

Etwas Grünkost kleinschneiden, mit Möhren-Fenchel-Salat ergänzen und ein Stück frisches leckeres Brot mit Kräuterbutter dazu : FERTIG!!

Möhren und Fenchel in Lake

Möhren-Fenchel-Salat

Autor: Heike Gerdes – gutlebenlernen.de

Kochutensilien

  • Mörser
  • Hobel oder Raspel

Zutaten

  • 600 g Möhren
  • 300 g Gemüse-Fenchel
  • 2 EL Fenchelsaat bitte nur, wer sie gerne mag
  • 20 – 25 g grobes Meersalz ohne Zusatzstoffe/Rieselhilfen
  • 1 handvoll Giersch-Blätter, Petersilie oder anderes grünes Kraut
  • 1 handvoll Gierschblüten oder andere Kräuter/-Blüten
  • 1 TL Pfefferkörner gemörsert

Anleitungen

  • Gemüse putzen und ganz fein schneiden oder raspeln
  • Kräuter putzen und in das Fermentierglas legen
  • Pfefferkörner darüber streuen
  • ggf. Fenchelsaat dazu geben
  • Gemüse mit dem Salz kneten, so dass Lake gebildet wird
  • Gemüse in das Glas einfüllen und pressen
  • es soll ohne Lufteinschlüsse unter der Lake liegen/ damit komplett bedeckt sein
  • reicht die Lake nicht aus: mit 3 % Salzwasser-Lösung soweit als nötig auffüllen
  • das Gemüse beschweren, damit es nicht aufschwimmt
  • das Glas verschließen, etikettieren und auf einem Teller bei Seite stellen
  • nach Ende der Aktivität ( ca. 2 Wochen) kühl lagern