Grünkohlessen auf neuen Wegen – fermentiert nach Kimchi-Art

Grünkohl einmal neu gedacht

Ja, ich mag den Kohl aus dem großen Topf. Lange gekocht und mit wenig guten Inhaltsstoffen, aber traditionell und einmal im Jahr ist er dann auch lecker. Besonders wenn´s draußen stürmt, es kalt ist und vorher in einer großen Gruppe eine ordentliche Kohltour gemacht wurde.

Für weitere Mahlzeiten wollte ich das ballststoffreiche Gemüse mal ganz frisch auf den Tisch bringen. Damit es sich auch etwas hält und unsere Vorräte bereichert mußte es fermentiert werden. In Anlehnung an die Zubereitung eines Kimchi habe ich diesmal das Ferment so zusammen gestellt. https://gutlebenlernen.de/salat-nach-kimchi-art-fermentiert/

  • Spitzkohl
  • Grünkohl
  • Zwiebel
  • Thymianzweige
  • Lorbeerblätter
  • Pfefferkörner
  • Wacholderbeeren
  • Pimentkörner
  • Ingwer Stücke
  • Kurkumapulver
  • Noriblatt

Diese Mischung habe ich am 5.2. angesetzt und schon 10 Tage später wurde sie verkostet. Echt lecker.

Am 7.3. findet die nächste Verkostung statt. Mal sehen/ schmecken wie es sich entwickelt.

Lust auf selbermachen??

Eine Veranstaltung mit Verkostung und Workshop findet am 16.4. statt

Wer ” nur” einmal Informationen zum Thema und eine kleine Verkostung nutzen möchte, ist herzlich eingeladen am 7.3. teilzunehmen

Veranstaltung in der “Apotheker Villa” in 26655 Westerstede, Gaststr 4 .

Anmeldung bei: S. Exner – 04488 55 710 oder leitung@apothekervilla.de

Kurkuma-Ingwer -Bug

Dieses Ferment bringt Säfte zum Britzeln

Um Getränke britzelig zu machen, greifen die Industrie und auch einige Haushalte darauf zurück Kohlensäure durch Druck einzubringen. “Britzelbläschen” entwicklen sich aber auch auf natürlichem Weg. Wir erstellen einen “Bug”. Dieser bewirkt – ähnlich wie der Sauerteig beim Brotbacken- dass ein Getränk Kohlensäure durch Fermentation entwickelt.

Kurkuma-Ingwer-Bug für fermentierte Säfte

Autor: Heike Gerdes – gutlebenlernen.de

Kochutensilien

  • 1 Paar Handschuhe

Zutaten

  • 110 Gramm Kurkuma
  • 150 Gramm Ingwer
  • 10 Stück Schwarze Pfefferkörner
  • 200 Gramm Roher Honig flüssig
  • 2 EL Wasser

Anleitungen

  • Kurkuma und Ingwer abspülen, ggf. bürsten und – abtrocknen
  • Beides fein hacken, reiben oder hobeln – dabei bitte Handschuhe tragen, da Kurkuma sehr stark färbt
  • alle Zutaten in ein Glas füllen
  • Täglich das Glas durchrühren oder umschwenken
  • gerne auch jetzt schon naschen – z.B. in den Joghurt geben
  • Bläschenbildung zeigt an, dass dieses Ferment aktiv geworden ist
  • nun können wir damit Getränke fermentieren

Wichtige Kombination:

Schwarzer Pfeffer sollte immer zu Kurkuma dazu gegeben werden, da er die Verfügbarkeit des Curcumins erhöht.

Orangen-Saft fermentiert mit Kurkuma-Ingwer-Bug

Autor: Heike Gerdes – gutlebenlernen.de

Zutaten

  • 8 Stück Saftorangen alternativ 800ml Direktsaft
  • 200 ml Wasser
  • 2 EL Kurkuma-Ingwer-Bug

Anleitungen

  • alle Zutaten in ein Gefäß geben
  • mit einem Tuch oder Küchenpapier abdecken
  • bei Raumtemperatur aufstellen
  • immer mal wieder umrühren / 2-3 mal am Tag
  • nach ca. 24 Std. beginnt die Bläschenbildung – das Getränk beginnt zu fermentieren
  • nach ca. 36 Std. ist das Fruchtfleisch aufgetrieben
  • jetzt durchsieben und in einer verschlossenen Glasflasche in den Kühlschrank stellen für ca. 12 Std
  • fertig – gut gekühlt trinken

Gut zu wissen:

Es wird in diesem Ferment Wasser dazu gegeben, da in reinem Orangensaft für den Kurkuma-Ingwer-Bug der Säuregehalt zu hoch wäre. Eine Fermentation käme dann schwer oder garnicht in Gang.

Möhren fermentieren

Einen fertigen Salat im Vorrat zu haben, kann den Alltag sehr erleichtern. Nach einem vollen Vormittag zum kleinen Mittagessen oder nach einem langen Arbeitstag zu einem entspannten Abendessen hilft ein fertiges Ferment sehr schnell zu einem lecker Salat.

Etwas Grünkost kleinschneiden, mit Möhren-Fenchel-Salat ergänzen und ein Stück frisches leckeres Brot mit Kräuterbutter dazu : FERTIG!!

Möhren und Fenchel in Lake

Möhren-Fenchel-Salat

Autor: Heike Gerdes – gutlebenlernen.de

Kochutensilien

  • Mörser
  • Hobel oder Raspel

Zutaten

  • 600 g Möhren
  • 300 g Gemüse-Fenchel
  • 2 EL Fenchelsaat bitte nur, wer sie gerne mag
  • 20 – 25 g grobes Meersalz ohne Zusatzstoffe/Rieselhilfen
  • 1 handvoll Giersch-Blätter, Petersilie oder anderes grünes Kraut
  • 1 handvoll Gierschblüten oder andere Kräuter/-Blüten
  • 1 TL Pfefferkörner gemörsert

Anleitungen

  • Gemüse putzen und ganz fein schneiden oder raspeln
  • Kräuter putzen und in das Fermentierglas legen
  • Pfefferkörner darüber streuen
  • ggf. Fenchelsaat dazu geben
  • Gemüse mit dem Salz kneten, so dass Lake gebildet wird
  • Gemüse in das Glas einfüllen und pressen
  • es soll ohne Lufteinschlüsse unter der Lake liegen/ damit komplett bedeckt sein
  • reicht die Lake nicht aus: mit 3 % Salzwasser-Lösung soweit als nötig auffüllen
  • das Gemüse beschweren, damit es nicht aufschwimmt
  • das Glas verschließen, etikettieren und auf einem Teller bei Seite stellen
  • nach Ende der Aktivität ( ca. 2 Wochen) kühl lagern

gutlebenlernen – die facebook-Gruppe ist online

https://www.facebook.com/groups/1271320126621071

Wir haben zusammen fermentiert ( Fermentation was ist das ) über Kräuter gesprochen, sie gesucht – gefunden und lecker zubereitet ( Kartoffeln mit Kräuterfüllung im Ofen überbacken )

Oder : Produkte aus Wild-/ Kräutern hergestellt und freuen uns täglich an ihnen ( z.B. Limonade )

Wer weiterkommen will, braucht IN-PUT und dazu ist diese Gruppe da .

Austausch, Ideen entwickeln, uns gegenseitig über Fortschritte informieren und bei Problemen nicht nur Tipps erhalten sondern auch die Schulter haben, an der wir uns ausheulen können: das ist die Idee dahinter.

Das ALLES in wertschätzender Weise, wie auch bei unseren zurückliegenden Treffen und Freude auf den Blick nach vorn, was uns noch so Alles begegnen wird.

Es ist eine geschlossene Gruppe. Nur Mitglieder sehen, was Mitglieder posten.

Deshalb ist eine Anmeldung nötig. Sorry, aber nur so bleiben wir von Spam, Verkaufskanälen usw. verschont.

Ist der /die Nachbar*in, Freund*in oder Arbeitskolleg*in auch ” so drauf” wie wir?

Hat sie/er auch Interesse an diesen Themen, will sich einbringen und weiterkommen ?? Dann motiviert Ihn/sie doch auch dabei zu sein.

Mehr Ideen und Wissen in der Gruppe und ALLE haben was davon.

Eine spannende Reise. Mal sehen wer mitkommt. Es kann ja nicht schaden.

Für Tipps, Ideen und Anregungen bin ich dankbar und freue mich auf einen regen Austausch und die rege Teilhabe an den (Fermentations-)Prozessen.

Ich freue mich, wenn wegen C. nix läuft….läuft das

liebe Grüße Heike

Knoblauch in Honig fermentiert

Fermentieren in Honig ??
Ihm wird doch eine anitbakterielle Wirkung zu geschrieben, weil der Zuckergehalt den Mikroorganismen die Lebensgrundlage entzieht. Aber es geht. Das zeigt zum Beispiel ja auch die Herstellung von Met. Da der Knoblauch Wasser enthält, verdünnt er den Honig soweit, dass eine Fermentation starten kann.

Knoblauch in Honig fermentiert

Zutaten

  • ein 500ml Glas
  • Knoblauch – geschält
  • flüssiger Imkerhonig ( nicht der Erhitzte aus dem Supermarkt)

Anleitungen

  • den Knoblauch in das Glas geben, bis ca 70 % der Füllmenge erreicht ist
  • den Honig dazu geben, bis der Knoblauch gut bedeckt ist
  • das Glas verschließen und auf einen Teller stellen !!!!!!!!!!!!!!!!!
  • bei Zimmertemperatur reifen lassen
  • täglich das Glas drehen und wenden, damit der Knoblauch umspült wird
  • nach 3 – 5 Tagen zeigen sich die ersten Bläschen
  • im Laufe der Fermentation entweicht Luft und auch etwas Honig aus dem Glas ( der Teller!)
  • wenn die Zehen untergegangen sind und das Ferment keine Aktivität mehr zeigt wir es kühl gestellt
  • es kann verkostet werden, aber je älter das Ferment, desto köstlicher ist es
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Ein Pinchen Knobi-Honig in der Erkältungszeit schmeckt und hilft mir.

In Dressings, Dips, Soßen oder pur auf Salat lässt er sich vielfältig einsetzen.
Ausprobieren lohnt sich.

Fermente von: Weiß-Rot-Grün-Spitz-KOHL und Wirsing

Unbestritten eines der vielfältigsten und gesündesten Gemüse der Welt

In der Welt des Fermentierens müssen wir nur beachten, dass

  • je fester das Blatt, desto länger die Fermentationszeit
  • je gröber der Schnitt, desto länger die Fermantationszeit
  • vorab Einweichen in Salzwasser mindert den Kohlgeruch
  • je länger der Kohl fermentiert, desto besser der Geschmack
  • kurz fermentiert eignet sich Kohl als Krautsalat

Sauerkraut aus Spitzkohl

Zutaten

  • 1 Spitzkohl
  • 10 Wacholderbeeren
  • 5 Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz

Anleitungen

  • ein halbes Kohlblatt verwahren
  • Kohl putzen, Strunk entfernen, fein schneiden oder hobeln
  • wiegen
  • 2% Salz dazu geben und vermengen
  • kräftig kneten oder stampfen das Lake austritt
    ggf. etwas stehen lassen zum "Saft ziehen"
  • ohne Lufteinschlüsse in ein Glas füllen
  • mindestens 5 cm zum Rand frei lassen
  • mit dem reservierten Blatt den Kohl abdecken und Beschweren
  • dunkel stellen (s.Foto unten)
  • 1 KW bei Zimmertemperatur, dann 5 KW bei ca. 15 °C
  • anschließend kühl stellen
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Fermentation im Dunkeln – Teller oder Schüssel darunter nicht vergessen 🙂

Sauerkraut verfeinern:

Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Knoblauch, Chilli, Kreuzkümmel, Apfel, ganz reife Weintrauben, Möhre, Frühlings/-Zwiebel, Kräter-Mischungen oder auch in Schichten anderes Gemüse dazwischen legen und Vieles mehr….einfach ausprobieren

Apfelrotkohl

Zutaten

  • 1 Rotkohl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Möhre
  • 1 Apfel

Anleitungen

  • Das Gemüse putzen , ein halbes Kohlblatt bei Seite legen
  • alles fein schneiden oder raspeln
  • weitere Zubereitungsschritte siehe Rezept Sauerkraut
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