Fermente von: Weiß-Rot-Grün-Spitz-KOHL und Wirsing

Unbestritten eines der vielfältigsten und gesündesten Gemüse der Welt

In der Welt des Fermentierens müssen wir nur beachten, dass

  • je fester das Blatt, desto länger die Fermentationszeit
  • je gröber der Schnitt, desto länger die Fermantationszeit
  • vorab Einweichen in Salzwasser mindert den Kohlgeruch
  • je länger der Kohl fermentiert, desto besser der Geschmack
  • kurz fermentiert eignet sich Kohl als Krautsalat

Sauerkraut aus Spitzkohl

Zutaten

  • 1 Spitzkohl
  • 10 Wacholderbeeren
  • 5 Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz

Anleitungen

  • ein halbes Kohlblatt verwahren
  • Kohl putzen, Strunk entfernen, fein schneiden oder hobeln
  • wiegen
  • 2% Salz dazu geben und vermengen
  • kräftig kneten oder stampfen das Lake austritt
    ggf. etwas stehen lassen zum "Saft ziehen"
  • ohne Lufteinschlüsse in ein Glas füllen
  • mindestens 5 cm zum Rand frei lassen
  • mit dem reservierten Blatt den Kohl abdecken und Beschweren
  • dunkel stellen (s.Foto unten)
  • 1 KW bei Zimmertemperatur, dann 5 KW bei ca. 15 °C
  • anschließend kühl stellen
    gutlebenlernen.de
Fermentation im Dunkeln – Teller oder Schüssel darunter nicht vergessen 🙂

Sauerkraut verfeinern:

Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Knoblauch, Chilli, Kreuzkümmel, Apfel, ganz reife Weintrauben, Möhre, Frühlings/-Zwiebel, Kräter-Mischungen oder auch in Schichten anderes Gemüse dazwischen legen und Vieles mehr….einfach ausprobieren

Apfelrotkohl

Zutaten

  • 1 Rotkohl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Möhre
  • 1 Apfel

Anleitungen

  • Das Gemüse putzen , ein halbes Kohlblatt bei Seite legen
  • alles fein schneiden oder raspeln
  • weitere Zubereitungsschritte siehe Rezept Sauerkraut
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Zwiebeln fermentieren groß und klein

so mild kann Zwiebel sein

Fermentierte Zwiebeln ordnen sich in die Speisen ein, ohne zu dominieren.
Besonders für Salate aber auch zu allen Leckereien vom Grill, in Saucen,
auf Brot, zu Kartoffelpüree und anderen Beilagen passt sie hervorragend.

fermentierte Salat-Zwiebeln

Zutaten

  • 500 g Gemüsezwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 10 Pfefferkörner
  • 10 g Salz

Anleitungen

  • Gemüse putzen und fein schneiden, würfeln oder hobeln
  • alle Zutaten mischen
  • die Zutaten kneten, bis Gewebewasser austritt
  • ggf. etwas ziehen lassen
  • ohne Lufteinschlüsse in ein Glas füllen, mindestens 3 cm zum Rand frei lassen
  • den Inhalt beschweren und das Glas verschließen
    – weiße Zwiebeln dunkel stellen oder ein Tuch überstülpen, damit sie nicht dunkler werden
  • ca. 1 Woche bei Zimmertemperatur fermentieren lassen
  • probieren, dann kühl stellen
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Zwiebel-Topf bunt fermentiert

Zutaten

  • 500 g kleinere Zwiebeln, gerne auch rote
  • 300 g Schalotten
  • 5 Knoblauchzehen
  • 1 Stange Porree
  • 1 handvoll Lieblingskräuter: z.B. Dill, Petersilie, Majoran, Lorbeer
  • 1 TL Senfkörner in einem Teefilterbeutel verpackt
  • 2% ige Salzlösung

Anleitungen

  • die Zwiebeln, Schalotten und den Knoblauch schälen
  • größere Zwiebeln mit einem Zahnstocher mehrmals einstechen
  • Porree putzen und in 2-3 cm lange Stücke schneiden
  • die Senfkörner und die Kräuter in der Glas legen
  • die Gemüse bunt mischen und in das Glas füllen
  • mit der Salzlösung auffüllen bis ca. 3 cm unter den Rand
  • das Gemüse beschweren, damit es nicht aufschwimmt
  • das Glas verschließen und ( abgedunkelt) 3 KW bei Zimmertemperatur fermentieren lassen
  • dann kühl stellen
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Wild-Kräuter – Heimisches Super-Food von der Wiese

Wir trafen uns zu einer Erkundung am 28.07.2019

Dieser Sommer hatte es in sich. Hitze, Trockenheit, Wind, alles keine guten Voraussetzungen für eine grüne Natur. Mit Bangen sah ich dem Termin unserer Wiesen-Erkundung entgegen.

Drei Tage vorher

habe ich dann noch einmal die Gegend in Augenschein genommen. Und beschlossen: es gibt noch genug zu Entdecken und zu Probieren.

Also rein in die Küche und ran an den Herd, um die Speisen für die Verkostung vorzubereiten. Wenn wir über den Einsatz von Wild-Kräutern in der Küche sprechen wollen, macht es Sinn zu diesem Thema schon einmal Speisen probiert zu haben.

Das Menü

für die Geschmack-Sinne und den Magen:

für das Hirn und die Zukunft

  • Wild-Kräuter in der Küche – von Inhaltsstoffen und Vorteilen für unseren Körper
  • Sammeln und Ernten – was ist zu beachten
  • Küchentipps
  • Aufbewahren und Bevorraten – wie geht das
  • Küchensteckbrief für Wildkräuter – Information und Einsatzmöglichkeiten im Alltag
  • Erkundung des Geländes
  • Pflanzen suchen-bestimmen-besprechen-Verwechslungen ausschließen-probieren

Brühe aus Wildkräutern

…ein Sommer-Märchen.

2019 bot uns wieder mal viel Hitze, Trockenheit und Wind. Unser Körper braucht genügend Flüssigkeit. Aber bitte nicht mit gekühlten Soft-Drinks. Am 28.07.2019 waren wir auf einer Erkundung zum Thema „Wild-Kräuter – Heimisches Super-Food auf der Wiese“. Wie immer wurden vor der Erkundung Speisen mit Wildkräutern verkostet. Die Kräuter-Limonade fand schnell Anklang. Aber auch die heiße Brennnessel-Brühe tat merklich gut. Sie bietet unserm Körper nur Gutes um bei hohen Außentemperaturen und unserem starken Schwitzen gut über den Tag zu kommen.

Brühe aus Wild-Kräutern

Zutaten

  • 1 Bund Suppengrün – geputzt und gewürfelt
  • 3 handvoll Wild-Kräuter z.B. Brennnesseln – gewaschen
  • 1 Zweig Liebstöckel
  • 1 Lorbeer-Blatt
  • Salz und Pfeffer
  • 1 l Wasser

Anleitungen

  • Alle Zutaten in einen Topf geben – aufkochen und 30 Min köcheln lassen
  • die Brühe durch ein Sieb abgiessen und abschmecken – fertig !
  • aus den Gemüse-Resten das Lorbeerblatt entfernen und weiter verwenden z.B. das Gemüse pürieren und als Füllung für Lasagne, Maultaschen usw. einsetzen oder als Zutat in Tomatensoße geben oder unter ein Gemüse bzw. Kartoffelpüree geben
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Wiesen-Oliven – kleine Juwelen aus der Natur

Die Knospen unserer essbaren Wildkräuter können ganz leicht zu „Wiesen-Oliven“ verarbeitet werden. Die Herausforderung dabei besteht im Sammeln der Knospen. Macht doch einfach eine sportlich Übung daraus und entwickelt vielfältige und ungewöhnlich Bück/Pflück-Methoden. Lustiger wird es dann zu Zweit oder in der Gruppe.

Wiesen-Oliven

Zutaten

  • 250 g Knospen nach Jahreszeit, z.B. Löwenzahn, Spitzwegerich, Gänseblümchen usw.
  • 250 g Meersalz
  • 2 Stängel Thymian
  • 1 Stängel Rosmarin
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl

Anleitungen

  • Die Knospen mit dem Salz mischen
  • fest in ein Glas drücken
  • verschließen und eine Woche , gerne länger, kühl und dunkel lagern
  • danach
  • das Salz abspülen und die Knospen 15 Min in kaltes Wasser legen
  • abtropfen lassen und trocken tupfen
  • die Knospen mit den Kräutern und dem Knoblauch in Gläser füllen
  • mit dem Öl aufgiessen, so dass sie bedeckt sind
  • mehrere Tage ziehen lassen, selber probieren, wann es schmeckt
    gutlebenlernen.de

NEUES erleben…Wir! waren auf einer Salzwiesen-Erkundung

Die Idee kam von Renate. Wer eine Salzwiese erkunden möchte, braucht Kontakt zu Fachleuten: sprich zu Nationalpark-Ranger ( Schutzgebietsbetreuer). Diesen Kontakt konnte sie herstellen und so hatten WIR! einen spannenden Nachmittag ( wer wissen möchte, was hinter WIR! steckt: hier klicken)_

Es ist eigentlich so: eine Wiese entwickelt sich langsam aus dem Meer. Der Queller, als Erstbesiedler bereitet so zu sagen den Boden für die Nachbesiedler. Es entsteht eine ganz andersartige Pflanzenwelt, als wir sie von unseren anderen Kräuterwanderungen kennen. Viele Pflanzen konnten wir auch verkosten. Salzig, aber knackig und lecker! Eine tolle neue Erfahrung. Dazu erhielten wir noch Informationen zum Deichbau, die Nutzbarmachung durch den Menschen, über das Zugvogelgebiet und das Alles unter dem Aspekt: UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer.

Ein rundherum toller Nachmittag mit vielen nachhaltigen Eindrücken und einem tollen Abschluß mit Kaffee/ Tee und Kuchen. Danke Dir Melanie für die gastfreundliche Aufnahme. Und: es war alles sehr lecker